Hier Jens' persönlicher Bericht über diesen großartigen Erolg:

 

Qualifikation in Kopenhagen für die IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii

Am 16. August 2026 nahm ich am IRONMAN Copenhagen teil. Mein großes Ziel war die Qualifikation für die IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii am 10. Oktober 2026.

Nach 26 Jahren wollte ich noch einmal auf Hawaii an den Start gehen. Im Jahr 2000 hatte ich dort meiner Frau einen Heiratsantrag gemacht. Da wir nun unsere Silberhochzeit feiern konnten, erschien uns eine Rückkehr nach Hawaii als ganz besonderes Geschenk.

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase hatte ich mir eine Zielzeit von 11:30 Stunden vorgenommen. Diese Zeit hätte voraussichtlich für eine gute Platzierung gereicht. Mit einer Gesamtzeit von 11:30:26 Stunden übertraf ich jedoch sogar meine Erwartungen: Ich belegte den 1. Platz in der Altersklasse AK 65 und qualifizierte mich damit für die Weltmeisterschaft auf Hawaii.

Schwimmen: 1:06:58 Stunden, 3,8 km

Der Start verlief gut, allerdings war das Wasser trotz Neo relativ kalt, sodass die Bedingungen nicht einfach waren. Nach dem Schwimmen zog ich beim Wechsel aufs Rad deshalb zusätzlich eine Weste an. Diese Entscheidung erwies sich als sehr hilfreich, da ich mich auf der Radstrecke besser vor der Kälte schützen konnte.

Radfahren: 5:49:14 Stunden, 180 km

Auf der Radstrecke hatten wir starken Gegenwind, insbesondere auf den Abschnitten in Richtung Nordwesten. Viele Athletinnen und Athleten gingen dennoch von Beginn an ein hohes Tempo und traten kräftig in die Pedale.

Ich entschied mich bewusst für eine andere Strategie. Geduldig und kontrolliert fuhr ich mein eigenes Rennen und achtete darauf, meine Kräfte sinnvoll einzuteilen. Mir war wichtig, nicht schon auf den ersten Kilometern zu viel Energie zu verbrauchen. Diese zurückhaltende Fahrweise sollte sich später im Marathon auszahlen.

Bei der Verpflegung setzte ich überwiegend auf Riegel und verzichtete weitgehend auf stark zuckerhaltige Nahrung. Stattdessen nutzte ich Radflaschen mit einer Isomaltose-Mischung. So konnte ich die lange Radstrecke mit sechs Riegeln konstant und ohne größere Magenprobleme bewältigen.

Laufen: 4:22:15 Stunden, Marathon, 42,2 km

Nach dem Radfahren begann der abschließende Marathon. Die Beine waren erwartungsgemäß müde, doch dank der kontrollierten Renneinteilung konnte ich bereits nach zwei Kilometern ein gutes Tempo finden.

Auf der Laufstrecke kam es darauf an, dieses Tempo gleichmäßig zu halten und auch schwierige Phasen zu überstehen. Nach rund zehn Kilometern machten sich die Haferriegel bemerkbar. Ein ungeplanter Toilettenstopp von mehr als drei Minuten kostete wertvolle Zeit. Mein Vorsprung auf den Zweitplatzierten schrumpfte auf weniger als eine Minute.

Danach konnte ich jedoch befreit weiterlaufen, mein Tempo wieder aufnehmen und den Vorsprung bis zur vierten Laufrunde sogar noch ausbauen.

Fazit

Der IRONMAN Copenhagen war für mich ein außergewöhnliches Rennen. Entscheidend waren die richtige Einteilung der Kräfte, die geduldige Fahrweise bei starkem Gegenwind sowie eine gut verträgliche Ernährungsstrategie auf dem Rad. Auch die zusätzliche Weste nach dem Schwimmen half mir dabei, den kühlen Bedingungen erfolgreich zu trotzen.

Der Sieg in der Altersklasse AK 65 und die Qualifikation für Hawaii sind der Lohn für viele Trainingsstunden und eine konsequente Vorbereitung. Nun freue ich mich auf die nächste große Herausforderung: die IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii am 10. Oktober 2026.

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